Mein Beitrag in der Elmsteiner Kirche 2012:

 

Mein Beitrag zur Gruppenausstellung zum Thema "Stille" war ein Video, wie unten gezeigt. Es handelt von meinen Eltern, denen ich damit gedenke. Das Porträt meiner Mutter sah sie selbst noch ein Jahr vor ihrem Tod im Altersheim. Ich stellte sie als etwa 50jährige dar. Technisch ist das Bild eine grafische Tontrennung nach einem Foto. Wie oft "kritikelte" die alte Dame an meiner Kunst herum, die sie generell aber gegen Jedermann löwinnenmäßig verteidigte. Die Haare gefielen ihr nicht. Da kam ihre junge Lieblingspflegerin herein, die ziemlich pankig und zeitgemäß aussah und rief, als sie mein Porträt bemerkte:

"Frau Herrmann, ich wusste, dass sie schon immer eine Pankerin waren..." Das gefiel meiner Mutter und wir lachten alle zusammen sehr herzlich.

 

Das Porträt meines Vaters zeichnete ich mit Farbstiften in der Nacht nach seinem Tod im Atelier, gewiss unter Tränen. Ich stellte ihn als etwa 60jährigen lachend dar, weil er ein mutiger Mann war und mich das Lachen etwas tröstete beim Zeichnen. Meine Mutter verstarb sieben Jahre nach dem Tod meines Vaters.

Diese Videoinstallation zeigte ich auch am 11.Juli 2015 bei der Veranstaltung "Kultur am Bach" in Neustadt an der Weinstraße im Kuntext des dortigen Kunstvereins, dessen Mitglied ich bin.

 

Siehe "Kultur am Bach" in Neustadt 11.Juli 2015